Gärkörbchen im Vergleich

Wer kennt es nicht? Du bist gerade dabei, ein neues Rezept auszuprobieren, weil Du doch endlich dein eigenes Brot backen willst. Du möchtest nämlich kein teures Brot mehr vom Bäcker und auch kein billiges Discounter Brot mehr kaufen. Du willst wissen, was Du isst und was wirklich drin ist. Du arbeitest dich also durch das Rezept und stellst fest, dass Du den Teig „gehenlassen“ sollst. Spätestens hier liest Du zum ersten mal von einem Gärkörbchen, Gärkorb, einer Brotbackform oder einem Brotbackkorb. So ähnlich ging es auch mir, denn ich hatte noch nie von einem Gärkörbchen gehört. Diese Webseite soll deshalb darüber berichten, was ein Gärkorb eigentlich ist. 

 

Gärkörbchen Gärkorb Brotbackform Brotbackkorb

Ovales Gärkörbchen

 


Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein Gärkörbchen?
  2. Verwendung von Gärkörbchen
  3. Reinigung der Gärkörbchen
  4. Häufige Fehler bei der Verwendung von Brotbackformen
  5. Wer braucht ein Gärkörbchen?
  6. Materialien und Größen von Brotbackkörben
  7. Herstellung eines Peddingrohr Gärkorbs
  8. Alternativen zum Gärkörbchen

 

Was ist ein Gärkörbchen?

Ein Gärkörbchen wird beim Brot backen eingesetzt, um dem Laib die richtige Form zu geben. Der Teig kann in dem Körbchen ruhen und aufgehen. Gärkorbe werden hauptsächlich beim Sauerteigbrot backen eingesetzt, können aber auch für alle anderen Brotsorten verwendet werden. Die meisten Körbe werden aus 100% natürlichem Peddigrohr (Rattan) hergestellt, welches in verschiedenen Ländern Südostasiens heimisch ist. Aufgrund des Peddigrohrs besitzt der Gärkörb eine Rillenstruktur, wodurch die Brote ihre typische Konsistenz und ein schönes Muster erhalten. Brote, die mit einem Gärkorb gebacken werden, sind innen deutlich lockerer und feinporiger. Außen bleiben sie dabei weiterhin sehr knusprig. Die Gärkörbchen gibt es in verschiedenen Größen und Formen.

Durch ein Gärkörbchen erhält das Brot die typische Form und ein schönes Muster. Der Brotbackkorb ist einfach zu Handhaben und schnell und leicht zu reinigen. Es ist für jeden Hobbybäcker empfehlenswert, der mehrmals monatlich Brote backt und gleichmäßige und gute Ergebnisse möchte.

 

Verwendung von Gärkörbchen

 

Die Verwendung eines Gärkörbchens ist eigentlich sehr leicht. Nachdem der Teig fertig ist, wird das Gärkorb mit ausreichend Mehl bestreut und der Teig wird zum Ruhen in den Korb gelegt. Vor dem Hineinlegen des Teiges ist es wichtig, dass man den Gärkorb sowie auch den Teig ausreichend mit Mehl bestreut. Viele Anfänger machen den Fehler und beachten diesen Tipp nicht und wundern sich dann, warum der Teig an ihrem Gärkörbchen festklebt. Bitte achte darauf und nutze genug Mehl, um das Festkleben zu vermeiden. Der Teig klebt ansonsten in der Brotbackform und lässt sich kaum noch entfernen. Anstelle von Mehl kann man auch ein Geschirrtuch oder ein Gärtuch verwenden. Der Teig wird in dem Tuch in die Brotbackform gelegt. Dadurch kann der Teig ruhen und klebt nicht am Gärkorb fest, hat aber dafür auch keine so schöne Rillenform.

Nach dem Gebrauch kann das Körbchen einfach ausgeklopft werden. Wenn man es doch einmal waschen muss, so sollte man auf Spülmittel verzichten und nur heißes Wasser verwenden. Achte darauf, dass das Gärkörbchen trocken ist, bevor Du es in den Schrank stellst – ansonsten kann es schimmeln und Du wirst keinen Spaß mehr damit haben.

 

Gärkörbchen Gärkorb Brotbackform Brotbackkorb

Typische Struktur und hübsche Form nach dem Backen durch die Gärung in einem Gärkorb

 

Nachdem der Teig aufgegangen ist, kann man den Gärkorb einfach auf ein Blech umdrehen. Der Teig hat jetzt die gewünschte Form und eine schöne Rillenstruktur. Nach dem Backen erhält man ein gleichmäßiges und schönes Brot, wie auf dem Bild zu sehen ist.

 

Reinigung der Gärkörbchen

Nach dem Gebrauch sollte man die Gärkörbchen ausklopfen, um die Mehlreste zu entfernen. Sie sollten ausreichend ausgelüftet werden und nicht mit anderen Gärkörben zusammengestellt werden, solange sie noch feucht sind, da die Körbe ansonsten mit Schimmeln anfangen können. Um die Körbchen zu trocken, kann man die Restwärme des Ofens nutzen und diese zum Trocken in den Ofen stellen. Die Temperatur sollte 140° nicht überschreiten. Nach der Trocknung kann der Gärkorb mit einer weichen Bürste ausgebürstet werden, um das restliche Mehl zu entfernen. Wichtig ist, dass man das Gärkörbchen nicht in die Spülmaschine stellen oder mit Spülmittel auswaschen sollte. Falls man den Korb doch einmal auswaschen möchte, so sollte man ein feuchtes Tuch verwenden und auf Spülmittel verzichten.

Wenn die Brotbackkörbe häufiger verwendet werden, dann sollten man sie alle 4-6 Wochen vor der Nutzun für 30 bis 45 Minuten bei 120° bis 140°C in den Ofen stellen. Dabei werden Bakterien und Keime abgetötet.

 

Häufige Fehler bei der Verwendung von Brotbackformen

Ein Fehler, der einem den Spaß beim Brot backen nehmen kann, ist die Verwendung von zu wenig Mehl. Wie bereits erwähnt, muss das Gärkörbchen mit ausreichend Mehl bestreut werden. Hier kann man sich darüber streiten, wie viel ausreichend ist. Im Zweifel lieber etwas zu viel – zu wenig Mehl erkennt man nämlich daran, dass der Teig sich nicht mehr oder nur schwer aus dem Gärkorb entfernen lässt. Achte also darauf, genug Mehl zu verwenden, damit sich der Teig einfach entfernen lässt. Ein weiterer Punkt warum der Teig festkleben kann ist, dass der Teig noch feucht war, als er in die Backform gelegt wurde. Auch dann kann der Teig festkleben und lässt sich nur schwer wieder entfernen. Achte bitte auch darauf den Brotbackkorb nicht einzufetten.

Bitte beachte, dass Gärkörbchen zwar auch als Brotbackform oder Brotbackkorb bezeichnet werden, diese aber nicht zum Backen verwendet werden. Die Körbe dienen nur dazu, dem Brot seine Form und Struktur zu geben. Backe das Brot daher nicht in dem Korb, da dieser nicht dafür geeignet ist. Lediglich zu hygienischen Zwecken und zur Reinigung, kann das Körbchen bei niedriger Temperatur in den Backofen gestellt werden. 

Gärkörbchen Gärkorb Brotbackform Brotbackkorb

Runder Gärkorb

 

Wer braucht ein Gärkörbchen?

Ambitionierte Hobbybäcker, die regelmäßig Brote backen und dabei ein gleichmäßiges Ergebnis sehen möchten, sollten sich ein Gärkörbchen zulegen. Die Form und die Struktur des Brotes ändert sich deutlich und wird viel besser, als ohne Brotbackform. Auch für Personen, die weniger Brot backen, ist ein Gärkorb eine gute Hilfe. Schon für wenig Geld erhält man eine solide Küchenhilfe. Nicht umsonst sind die Gärkörbchen Verkaufsschlager auf Amazon.

 

Materialien und Größen von Brotbackkörben

Gärkörbchen gibt es in verschiedenen Größen und Materialien. Die meisten Gärkorbe sind aus natürlichem Material wie Peddigrohr (Rattan) oder Holzschliff hergestellt. Es gibt allerdings auch welche aus Kunststoff. Die Gärkörbe aus natürlichem Material sind aber mehr zu empfehlen, weil sie bessere gärtechnische Eigenschaften besitzen, welche im Kunststoff nicht nachgebildet werden können. Die natürlichen Materialien haben sich im Laufe der Zeit bewährt und sind außerdem einfach zu reinigen. Hier hat man auch nicht das Problem, dass das Brot einen komischen Geschmack annehmen kann oder z.B. Weichmacher aufnimmt.

Die Gärkörbchen gibt es in verschiedenen Größen in oval oder rund. Abhängig davon, wie viel Teig man hat und wie groß das Brot werden soll, muss das Körbchen gewählt werden. 

 

Herstellung eines Peddigrohr Gärkorbs

Die meisten Gärkörbchen aus natürlichem Material, werden aus Peddigrohr bzw. aus Ratten hergestellt. Das Material stammt aus dem Stamm der Rattanpalme, welche in Südostasien heimisch ist. Der Großteil des Rattans wächst in Vietnam und Indonesien und wird von dort in alle anderen Exportländer wie z.B. China exportiert. Die Körbe werden deshalb sehr oft direkt in Vietnam von Hand gefertigt. 

 

 

In diesem Video sieht man, wie ein Gärkorb von Hand in Vietnam gefertigt wird. Das Peddigrohr wird auf einer Korbvorlage aufgewickelt. Die einzelnen Wickel werden zusammen getackert und ergeben dadurch einen Korb. Aufgrund der Wicklung, erhält der Korb die Struktur, die nachher dem Brot verliehen wird. Wie man sehen kann, wird hier wirklich nur natürliches Rattan verwendet. Es wird nicht beschichtet, nicht gefärbt oder besprüht. Natürliches Peddigrohr ist also absolut problemlos, um es mit Nahrung und Brot in Verbindung zu bringen und kann daher bedenkenlos eingesetzt werden.

 

Alternativen zum Gärkörbchen

Wer nur unregelmäßig Brot backt, der benötigt nicht unbedingt ein Gärkörbchen. Die Alternative ist die Nutzung einer Salatschüssel oder ein Küchensieb, welcher mit einem Leinentuch ausgelegt wird. Hier entsteht allerdings kein so schönes Muster, wie mit einem Gärkorb und auch die Gärung ist mit einer Brotbackform besser. Dennoch ist es vollkommen ausreichend, wenn man nur ab und zu mal ein Brot backt.